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Die Suche nach dem (für mich) richtigen Boot hat mich seit vielen Jahren beschäftigt. 1999 kaufte ich mir ein Quicksilver "GS380 Heavy Duty" Schlauchboot mit Mercury 6MH um Erfahrungen mit einem eigenen Boot zu sammeln. Fahrten auf Nord- und Ostsee sowie Oosterschelde machten unheimlich Spaß. Die Sicherheit eines Schlauchbootes - selbst bei kabbeliger See - ist nicht schlecht. Mit GPS, Fishfinder, Kompass und guten Seekarten sind selbst weitere Fahrten gut möglich. Als größte Problem eines offenen Bootes empfand ich jedoch ständig nass zu werden. Bei meinen winterlichen Ausfahrt Richtung Dorsch fing ich immer mehr an darüber nachzudenken, wie ein für mich perfektes Boot sein muss. Die erste grundsätzliche Frage war: Verdränger oder Gleiter? Bei Gleitern ist es toll, dass man schnell fahren kann. Allerdings klappt das auch nur, wenn die See es zuläßt. Verbrauch, Driftverhalten (wegen geringem Tiefgang), Kränkfähigkeit, Verhalten bei schwerem Wetter sind Dinge, die ich bei einem Gleiter nicht sonderlich toll fand.
Ein Verdränger hingegen ist halt nur so schnell, wie es die Rumpfform und -länge zuläßt. Dafür gibts mehr Tiefgang, einen tieferen Schwerpunkt, je nach Rumpftyp eine hohe Krängkfähigkeit und ein gutes Driftverhalten. Ein Verdränger "stampft" durch die Welle - hierdurch sind besonders die Rumpfform entscheidend (Freibord, Bugform) so dass nicht unr sehr wenig Wasser übergenommen wird. Für mich war sehr schnell klar - Geschwindigkeit ist nicht das Entscheidene. Reichweite und Sicherheit stehen hatten letzendlich für mich eine höhere Priorität. Angelboot oder Familienboot?Nun - es sollte beides sein. Meine Vorgaben: - Schlafplätze für 2-3 Personen
- Vollständige Pantry mit Doppelkocher und Druckwasseranlage
- Getrennte Kajüte vom Steuerhaus
- Aufteilung bei 6-7m Bootslänge -> Kajüte:Steuerhaus:Cockpit == 1:1:1
- Geräumiges Cockpit mit Platz für mind. 4 Angler
- Diesel mit fester Welle und normalen Ruderblatt
- Reichweite mind. 300sm
- Toilette
- Aussendusche
- viel Stauraum
Schaut man sich moderne Boote z.B. von Rodman, Quicksilver, Jenneau, Avror, RANA oder auch andere Marken an, so hatte ich immer irgendwas zu bemängeln. Bei dem Konzept der DORIFF Werft war ich schon ehr bereit Kompromisse einzugehen, da die DORIFF 680 mit Innenborddiesel tu haben war. Dennoch sind alle diese Boote vom Aussehen noch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.
Also habe ich in Dänemark nach Herstellern gesucht. In Hanstholm fand ich eine Werft, die einen sehr interessanten 7m Rumpf anboten - super - alles individuell - aber schlichtweg zu teuer. Dann gab es noch die Werft Bredsgard. Hier kam ich meinen Vorstellungen sehr sehr nahe - Das Angebot lag such dem Tisch - alles wie es sein sollte - nur haben die Dänen einen sehr stolzen Preis für Ihre handgefertigten Boote. Jetzt hieß es weitersehen und nach einer gebrauchten Snekke Ausschau halten.Die SAGA28 war zu schwer, MAREX und andere nicht so umzubauen - und dann viel mein Interesse auf die RANA22 Snekke. Hier passte alles. Kajüte + Cockpit gross genug - und das Steuerhaus musste dann nur noch entsprechend um- bzw. aufgebaut werden. Lange musste ich suchen, bis mein jetziges Boot endlich gefunden war. |